ROHSTOFF-INFO

Der Rohwarenmarkt (inkl. Preisentwicklung) im November 2025

Thumbs-Middle

Sonnenblumenkerne Bakery:
Die Ernte ist beendet und in der Menge und Qualität nahezu identisch mit der Vorjahresernte. Bedeutet kleine Kerne, geringer Ölgehalt und nur um die 1,5 – 1,6 Mio. to. Preislich bewegt sich der Markt aktuell nicht.

Thumbs-Down

Kürbiskerne:
Die Preise für die neue Ernte sind fest und tendenziell steigend. Als Begründung nennen die Produzenten die kleine Ernte und Wetterprobleme bei der Ernte.

Thumbs-Middle

Sesam:
Indien erwartet eine schlechte Ernte und wird voraussichtlich mind. 100.000 to aus Afrika importieren müssen, um den Bedarf zu decken. China kauft aufgrund des günstigen Preises unverändert große Mengen in Brasilien. Die Ernten in Afrika sind bzw. werden als gut bis befriedigend erwartet.

Thumbs-Middle

Leinsaat:
Kasachstan hat mehr als in 2024 gepflanzt und angebaut. Die Ernte ist aufgrund des Regens etwas verzögert. Abzuwarten ist hier, wie es wettertechnisch weiterläuft. Leinsaat ist immer der letzte Rohstoff, der hier geerntet wird. Die Preise sind von den Höchstständen in 2025 etwas rückläufig.

Thumbs-Middle

Blaumohn:
Die Ernte in Tschechien neigt sich dem Ende zu. Die Ernte ist etwas verzögert, der Ertrag kann aufgrund höherer Feuchtigkeit, Einbußen in der Qualität erleiden. Insgesamt spricht man von einer guten, durchschnittlichen Ernte.

Thumbs-Down

Mandeln:
Die Farmer in den USA ziehen die Preise an und verkaufen nur kleine Mengen. Das Geschäft mit Indien und China hat sich wiederbelebt und die Farmer sind damit vorerst zufrieden. Somit wird der Warenfluss / das Warenangebot künstlich verknappt, was zu steigenden Preisen führt.

Thumbs-Down

Haselnüsse:
Der Exportmarkt in der Türkei ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich eingebrochen. Die Preise schwanken auf hohem Niveau. Ferrero ist noch nicht im Markt.

Thumbs-Middle

Sultaninen:
Der Iran erwartet eine kleinere Ernte. Die Preise werden maßgeblich von der Landeswährung beeinflusst. Diese ist volatil. Die Preise in der Türkei stagnieren auf hohem Niveau.

Thumbs-Up

Äpfel:
Die Ernte fällt in Polen sowie Italien besser aus als erwartet. Man sieht eine leichte Entspannung der Preise. Die Ernte in Deutschland ist sehr gut ausgefallen, so dass diese hervorragende Qualität überwiegend in den Einzelhandel verkauft wird.

Thumbs-Up

Molkereiprodukte (weiße Linie):
Bei der Milchanlieferung wurde das Vorjahresniveau um etwa 4,2% überschritten. Es steht genügend Rohstoff mit guten Inhaltsstoffen zur Verfügung. Bei Industrierahm ist der Markt ausgeglichen und die Preise haben sich weitestgehend stabilisiert. Am Spotmarkt für Rohmilch wird über schwächere Preise berichtet.

Thumbs-Middle

Butter: 
Insbesondere bei abgepackter Butter gab es eine starke Nachfrage, sicherlich auch ausgelöst durch die deutlich reduzierten Verbraucherpreise. Auch bei der Blockbutter gibt es steigende Aktivitäten und Kaufinteresse für verschiedene Termine. Zuletzt waren scheinbar noch mehr als ausreichend Bestände verfügbar. Die Preise haben dementsprechend nochmals nachgelassen. Es bleibt die Frage, wann die Talsohle erreicht ist und sich der Markt dreht.

Thumbs-Up

Schnittkäse: 
Bei Schnittkäse standen die Preise zuletzt unter Druck. Die gute Nachfrage wurde durch ein deutlich ausreichendes Angebot gedeckt. Nach den erfolgten Preisreduzierungen sind Exporte wieder wettbewerbsfähiger.

Thumbs-Down

Eiprodukte:
Der europäische Eiermarkt ist nahezu vollständig ausgelastet, was einen erheblichen Einfluss auf die Preisentwicklung hat. Darüber hinaus verstärken die ersten Fälle von Geflügelgrippe in Deutschland die Unsicherheit auf dem Markt

Thumbs-Down

Erdbeeren:
Die Situation bleibt unverändert. Die Ernte ist gering, was zu niedrigen Mengen und hohen Preisen führt. Es sind nur kleine Bestände verfügbar, die von polnischen Anbietern ausschließlich auf Anfrage verkauft werden.

Thumbs-Down

Heidelbeeren:
Die verfügbaren Mengen aus Osteuropa sind äußerst begrenzt, und die Preise befinden sich auf einem sehr hohen Niveau. Auch Kanada verzeichnet aufgrund der anhaltenden Trockenheit eine Ernte, die im Vergleich zum Vorjahr um etwa 50 % geringer ausfällt. Das Angebot an Kulturheidelbeeren nimmt weiter ab, während die Nachfrage aufgrund des signifikanten Preisanstiegs bei Wildheidelbeeren steigt.

Thumbs-Down

Himbeeren:
Serbien verzeichnet deutlich geringere Mengen. In der Ukraine besteht eine hohe Nachfrage aus Polen und Serbien nach Rohware, wobei ukrainische Unternehmen um die Verfügbarkeit konkurrieren. Die Differenz zu Serbien verringert sich zunehmend. Polen bezieht nahezu ausschließlich ukrainische Rohware, wodurch keine Entlastung auf dem Markt zu erwarten ist.

Thumbs-Down

Pflaumen:
In Serbien wird in diesem Jahr ein Rückgang von bis zu 80 % bei der Pflaumenernte verzeichnet. Ungünstige Wetterbedingungen, darunter Regen, Frost und eine fast zwei Monate andauernde Trockenperiode, führten in einigen Regionen zu einem nahezu vollständigen Ernteausfall. In bestimmten Plantagen wurde die Ernte sogar eingestellt, da die Kosten für die Ernte die potenziellen Verkaufserlöse überstiegen. Durch den nahezu 80-prozentigen Anstieg der Rohstoffkosten steigen auch die Produktionskosten um etwa 50 Cent pro Kilogramm. Viele Kühlhäuser verfügen nur noch über geringe Bestände und verkaufen diese, um ihre Betriebskosten bis zur neuen Saison zu decken. Es wird dringend empfohlen, den Bedarf langfristig abzusichern, um mögliche Engpässe zu vermeiden.

#NIEWIEDERISTJETZT