ROHSTOFF-INFO
Der Rohwarenmarkt (inkl. Preisentwicklung) im März 2026
Sonnenblumenkerne Bakery:
Der Markt für Sonnenblumenkerne ist ruhig, aber fest im Preis. Gründe sind Unsicherheit im Hinblick auf die Aussaat und Ernte 2026 in der Ukraine und Russland. Zudem ist der Preis für SBK-Öl auf hohem Niveau.
Kürbiskerne:
Der Markt stagniert auf dem aktuellen Niveau. Das chinesische Neujahrsfest läuft und die Arbeiten ruhen in China.
Sesam:
Die Preise für Sesamsaat sind sehr attraktiv und in Verbindung mit einem starken Eurokurs auch interessant für die langfristige Deckung.
Leinsaat:
In Kasachstan sagt man eine gute Ernte voraus. Der Import der Ware erfordert lange Vorlaufzeiten. Viel geht in den Export nach China, da man fast jeden Preis bezahlt und hier keinerlei Verzögerungen im Transport hat.
Blaumohn:
Die Preise bleiben auf dem aktuellen Niveau. Die Nachfrage ist groß (vor allen Dingen aus Osteuropa) im Hinblick auf das Ostergeschäft.
Chia
Lange Vorlaufzeiten aus dem Ursprung. Es bleibt schwierig gute Qualitäten zu bekommen.
Die Lage bleibt angespannt.
Mandeln:
Die Blüte startet in Kalifornien und kann je nach Verlauf Einfluss auf die Preise haben. Das Thema „Strafzölle“ ist vorerst bis August 2026 auf Eis gelegt.
Haselnüsse:
Ferrero kündigte jüngst höhere Preise für Haselnusskerne in der Schale an. Durch die Ankündigung dürften die Preise steigen. Die Frage ist wie lange. Das Kaufinteresse war schwach.
Sultaninen:
Südafrika erwartet eine qualitativ und quantitativ gute Ernte. Australien wird im März mit Offerten kommen. Auch hier ist das Wetter gut. Die Türkei hat einen großen Einbruch im Exportgeschäft und muss die Preise reduzieren. Die Blicke sind auf die Blüte im April gerichtet.
Molkereiprodukte (weiße Linie):
Die Notierungen für Magermilchkonzentrat und Industrierahm präsentieren sich gegenüber der Vorwoche stabil.
Flüssige Rohstoffe stehen weiterhin in ausreichendem Umfang zur Verfügung.
Saisonal bedingt ist die Milchanlieferung steigend und liegt aktuell rund 6,1 % über dem Niveau der entsprechenden Vorjahreswoche.
Butter:
Die Nachfrage bei Blockbutter wird als sehr gut beschrieben. Stellenweise wird von Lieferverzögerungen berichtet, da die Bestellmengen die Kapazitäten überschreiten. Auf der Einkaufsseite versucht man sich langfristig einzudecken. Entsprechend dieser Entwicklung wurden zuletzt Preiserhöhungen durchgesetzt.
Schnittkäse:
Die gute Nachfrage setzt sich unverändert fort. Schnittkäse trifft im Export innerhalb der EU sowie in Drittländern auf eine gute Nachfrage. Die Produktionskapazitäten der Käsereien sind sehr gut ausgelastet. Gleichzeitig sorgt die hohe Nachfrage für nicht nennenswerte Bestände in den Reifelägern. Das Niveau scheint sich zuletzt stabilisiert zu haben.
Eiprodukte:
Die Nachfrage nach Konsumeiern verharrt weiterhin auf einem hohen Niveau, während das Angebot am freien Markt deutlich eingeschränkt bleibt. Ausbrüche der Avian Influenza (AI) verschärfen die ohnehin angespannte Versorgungslage zusätzlich. Allein in Polen wurden seit Jahresbeginn rund 2,7 Mio. Legehennen gekeult, was die Produktionskapazitäten spürbar reduziert.
Die verfügbaren Mengen werden vorrangig zur Bedienung bestehender Vertragskunden eingesetzt, sodass für den Spotmarkt faktisch keine freien Partien zur Verfügung stehen. In dieser Ausprägung stellt sich die Marktsituation bislang als außergewöhnlich dar. Maßgeblicher Treiber bleibt die anhaltend über den Erwartungen liegende Konsumnachfrage.
Heidelbeeren:
In Osteuropa sowie in Kanada fiel die Ernte historisch schwach aus, die verfügbaren Mengen sind weitgehend ausgeschöpft. Auch bei Kulturheidelbeeren nimmt die Verfügbarkeit kontinuierlich ab. Der Markt bleibt insgesamt stark angespannt. Eine nachhaltige Entlastung wird erst mit Einsetzen der neuen Ernten ab Oktober 2026 erwartet.
Himbeeren:
Der Markt präsentiert sich deutlich angespannt. Die industrielle Nachfrage ist weiterhin hoch, während sich das verfügbare Angebot zunehmend verknappt. Bis zur neuen Ernte im September 2026 ist von einem anhaltend hohen, tendenziell weiter steigenden Preisniveau auszugehen.
Pflaumen:
Zur Vermeidung möglicher Versorgungsengpässe wird eine frühzeitige, langfristige Bedarfsabsicherung empfohlen. Im Konservenbereich sind nur noch sehr begrenzte Mengen verfügbar. Die Nachfrage liegt deutlich über Vorjahresniveau, entsprechend setzt sich der Preisanstieg fort.
Rhabarber:
Aufgrund der ausreichenden Verfügbarkeit und der niedrigen Nachfrage ist weiterhin mit stabilen Preisen bis zur neuen Ernte zu rechnen.
