ROHSTOFF-INFO

Der Rohwarenmarkt (inkl. Preisentwicklung) im September 2023

Sonnenblumenkerne Bakery:
Der Markt steht still und wartet auf Impulse. Die Ernte entwickelt sich normal und wird in Kürze starten.

Kürbiskerne:
Der Preisrückgang ist zum Erliegen gekommen. Zumindest vorerst. Die neue Ernte „shine-skin“ wird  mit ca. 210.000 to gut werden. Die weitere Preisentwicklung hängt vom Inlandsbedarf in China ab.

Sesam:
Versorgung aus Afrika weiter recht schwierig. Preislich unverändert.

Leinsaat:
Angebote auf Termin gibt es aktuell nicht. Nur für prompte Lieferung. Es herrscht noch keine Klarheit über die Hitzeschäden in Kasachstan und die Trockenheit hält an. Der anhaltende Krieg beeinflusst die Logistik weiterhin negativ.

Blaumohn:
Die Preise gehen seitwärts, da die Bauern in Tschechien Mengen zurückhalten. Man wartet ab, wie sich der Mohnmarkt in den nicht EU-Ländern entwickelt. Ab ca. September steht die neue Ernte zur Verfügung.

Mandeln:
Das aktuelle Preisniveau ist sehr interessant und bedeutet für die Farmer schon jetzt Verluste. Die günstigen Kurse werden für mehr Nachfrage sorgen.

Haselnüsse:
Der Barempreis für die Ernte 2023 fällt höher aus als erwartet und sorgt vorerst für höhere Preise. Das kann sich aber erfahrungsgemäß in der Türkei schnell ändern. Die Mengenerwartung für die neue Ernte ist gut.

Sultaninen:
Das schlechte Wetter im Juni hat mehr Spuren hinterlassen als erwartet. Es mussten vermehrt Pestizide eingesetzt werden, um die Weinbeeren zu schützen. Die Ernteschätzung wurde von 330.000 to auf nunmehr 250.000 to reduziert. Die TMO (staatliche Organisation) hat die Bestände an alter Ernte verkauft. Es wird mit einem hohen Barempreis zum Anfang der Ernte gerechnet.

Speiseöl:
Die Preise haben sich auf dem günstigen Niveau eingependelt.

Zucker:
Inzwischen sind die Zuckerpreise in Deutschland etwa doppelt so hoch wie auf dem Weltmarkt, auch weil Zuckerrohrproduzenten wie Brasilien oder Thailand ihre Exporte in die EU reduziert haben. Grund hierfür sind lukrativere Geschäfte mit Ethanol, das ebenfalls aus Zuckerrohr gewonnen werden kann. Die deutsche Industrie geht von einer durchschnittlichen Ernte aus, vor allem wenn wir weiterhin ausreichend Niederschlag und Sonnenstunden für die Rüben bekommen. Wenn man sich die aktuellen Zuckerbestände anschaut, ist die Situation ähnlich wie im letzten Jahr und könnte noch verschlimmert werden, da die Produktion aufgrund des aktuell niedrigen Zuckergehaltes nach hinten verlegt wird.

Molkereiprodukte (weiße Linie):
In den zurückliegenden Wochen hat die kühle und feuchte Witterung dazu geführt, dass der saisonübliche Rückgang der Milchanlieferung weniger stark ausgeprägt war. Die Milchauszahlungspreise haben sich auf einem niedrigen Niveau stabilisiert und bewegen sich seitwärts. Wir erwarten in den nächsten Wochen keine großen Preisveränderungen.

Butter:
Auch hier ist der Markt aktuell ruhig, die Preise bewegen sich seitwärts.
Im September erwarten wir keine großen Preissprünge.

Käse:
Die Nachfrage nach Käse hat sich gefestigt, es werden für das vierte Quartal steigende Preise erwartet.

Eiprodukte:
Die steigende Nachfrage nach Eiern hat bereits zu einem Anstieg der Schaleneierpreise geführt.
Es ist davon auszugehen, dass die preisliche Talsohle bei Eiern in diesem Jahr erreicht ist.

TK-Erdbeeren:
Die neue Ernte in Serbien und Polen ist beendet und hat sich auf einem niedrigeren Preisniveau als letztes Jahr etabliert.

TK-Himbeeren:
Verschiedene Ursprünge zu unterschiedlichen Preisen. Die Ukrainer sind weiterhin auf einem Niedrigeren Preisniveau als die Serben. Ob die Serben auf dem „höheren“ Preisniveau weiterhin bleiben, ist abzuwarten. Es steht ausreichend Ware zur Verfügung mit guten Qualitäten.

TK-Pflaumen:
Es gibt keine Ware mehr aus der Ernte 2022. Das aktuelle Wetter im Ursprung spricht gegen eine gute Ernte. Manche Regionen klagen über die Wetterkapriolen mit heftigen Regenfällen, Hagel aber auch Hitze. Die Erwartungen liegen bei einer ca. 20% kleineren Ernte

TK-Sauerkirschen:
Bedingt durch die schlechte Ernte in Michigan (USA), wird ein Teil der Ernte in Europa gedeckt. Auch die polnische Ernte wird aktuell durch die schlechte Witterung negativ beeinflusst. Serbien hat seine Ernte inzwischen abgeschlossen. Diese Faktoren führen aktuell stetig zu steigenden Preisen.
Langfristige Offerten werden kaum angeboten.

TK-Rhabarber:
Der Markt ist geräumt. Es gibt aus der kleinen August Ernte noch vereinzelt LKW`s zu höheren Preisen.